Gemeindegeschichte

1851

Aus alten Protokollen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Lübeck geht hervor, dass bereits im Jahr 1851 eine baptistische Versammlung (heute würden wir vielleicht "Hauskreis" sagen) mit 6 Teilnehmern in Bad Schwartau stattfand.

1945 - 1947

Durch den Zusammenbruch des so genannten "Dritten Reiches" verloren viele Menschen ihre Heimat. Gerade aus den östlichen Regionen Deutschlands, die an Polen oder Russland fielen, strömten auch viele Baptisten in die westlichen Teile Deutschlands. So kamen auch einige Baptisten nach Bad Schwartau und trafen sich "am runden Tisch" bei Fam. Friederiszik zu Bibelbetrachtung, Gebet und Singen. Diese Gruppe wuchs immer mehr, so dass es Ende 1947 bereits über 70 Mitglieder waren, die sich dann zunächst im Luthersaal in der Schillerstraße und später in der Kapelle an der Eutiner Straße versammelten. Diese Zweiggemeinde hielt sich an die Lübecker Baptistengemeinde.

ab 1948 - Selbstständige Gemeinde

Am 25. Januar 1948 wurde die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bad Schwartau mit 121 Mitgliedern selbstständig. Erster Pastor wird Paul Kuczewski.

1951-52 - Bau der Kreuzkirche

Nach langen Verhandlungen konnte Anfang 1951 das zentral gelegene Grundstück Geibelstr. 18 erworben werden. Am 19.Juli begannen die Erdarbeiten zum Bau der neuen Kapelle. Am 19. August wurde in einer Feierstunde der Grundstein zur "Kreuzkapelle" gelegt. Unter der Eingangstür wurde ein Behälter eingemauert, der ein Mitgliedsverzeichnis der Gemeinde, einen Satz Baupläne, eine "Glaubensstimme" (Liederbuch), eine Zeitschrift "Die Gemeinde", einen "Friedensboten" (Verteilschrift), einen "Morgenstern" (Kinderzeitschrift), einen "Jungscharbrief" und die Tageszeitung "Lübecker Nachrichten" vom 19. August enthielt.

Am 6. April 1952 wurde die Kreuzkapelle feierlich eröffnet. Die Gemeinde zählte mittlerweile über 160 Mitglieder.

Ihren Namen erhielt die "Kreuzkapelle" anlässlich des 15. Jubiläums der Gemeinde am 10. Februar 1962. Später dann wurde aus der "Kreuzkapelle" die heutige "Kreuzkirche".

Gemeinde Eutin

Ende des Krieges sammelten sich die aus Ostpreußen und Pommern geflohenen Baptisten auch in Eutin. Es entstanden Hauskreise, in denen regelmäßig Gottesdienste, Gebets- und Bibelstunden stattfanden. So wurde Eutin bereits im Herbst 1946 eine eigenständige Gemeinde mit eigenen Strukturen in Malente, Nüchel, Sieversdorf, Schönberg, Stöfs, Hohwacht, Oldenburg i.H., Lensahn und Fehmarn. Damals zählte die Gemeinde Eutin etwa 250-280 Mitglieder.

In den Folgejahren begann eine starke und anhaltende Abwanderung nach Süddeutschland, die im wesentlichen durch fehlende Arbeitsplätze in Eutin und Umgebung begründet war. Andere Gemeindeglieder wanderten nach Amerika aus. Aufgrund der erheblichen Reduzierung der Mitgliederzahlen wurde eine Angliederung der Gemeinde Eutin an die Gemeinde in Bad Schwartau erwogen und 1956 vollzogen.

1961 wurde die Arbeit in Eutin nach einem Zeltkircheneinsatz wieder erweitert. Regelmäßige Bibelstunden fanden alle 14 Tage statt. Ebenfalls in diesem Rhythmus traf sich die Jugendgruppe.

1958 / 1959 - Bau des Pastorats in Bad Schwartau

Im Jahre 1958 nahmen die Pläne zum Bau eines Pastorats mit einem Jugendraum Gestalt an. Zu diesem Zweck konnte zum 01. April 1958 ein Pachtvertrag über 600 m² benachbartes Waldgelände abgeschlossen werden,
worauf ab 1959 das Pastorat realisiert wurde. Am 06. Dezember 1959 wurde das Pastorat mit Jugendraum feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Ende 1963 schließlich konnte das bis dahin gepachtete Grundstück erworben werden.

 

[wird fortgesetzt]